Urkunde 419 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 419 (1. Mai 774 — Reg. 1002) Schenkung des Erlulf in demselben Dorf im 6. Regierungsjahr unseres Herrn, des Kaisers (richtig: Königs) Karl, unter Abt Gundeland Ich, Erlulf, lasse im Namen Gottes dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius eine Spende zukommen. Der Leib des Heiligen ruht im Oberrheingauer Kloster Lorsch, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Es ist mein Wunsch, daß meine Zuwendung für alle Ewigkeit gültig bleibe. Ich schenke mein Eigentum in Scrizesheim (Schriesheim n. Heidelberg), nämlich einen Weinberg und jene Hälfte meines Besitzanteiles, welche an die Liegenschaften des Rudolf und meines Bruders grenzt. Dieses (Grundstück) übergebe ich vom gegenwärtigen Tage an zu meinem Seelenheil unter die Herrschaft des Hl. Nazarius, damit es jener heiligen Stätte jederzeit als Ertragsmehrung diene. In diesem Sinne erfolgte feierliches Handgelöbnis. Geschehen im Kloster Lorsch am l. Mai (774). Handzeichen des Spenders Erlulf. Ich, Samuel, habe das geschrieben.


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