Urkunde 414 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 414 (12. April 804 — Reg. 2802) Schenkung des Magwin Im 36. Regierungsjahr unseres Herrn, des glorreichen Kaisers Karl, mache ich, Magwin, im Namen Gottes und zum Heile meiner Seele eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Richbod als Abt vorsteht. Ich wünsche, daß meine Spende ewigen Bestand habe. Ich schenke mein Eigentum in Dossenheim (n. Heidelberg), und zwar eine Hofreite, vier Weinbergparzellen, vier Joch Ackerland und einen Wald, ferner in Sickenheim (Mannheim-Seckenheim) alles das, was ich dort an Pflug- und Wiesenland bisher besessen habe. Ich übergebe und übertrage dies alles vom gegenwärtigen Tage an in das Besitzrecht des Hl. Nazarius, damit er es auf ewig besitze. Die Schenkung ist damit rechtskräftig geworden. Geschehen im Kloster Lorsch am 12. April (804). Handzeichen des Magwin, der diese Schenkung machte. Handzeichen der (Zeugen) Richbert, Roolf, Engilbert, Eberwin, Leidrad, Gumpert, Bicco, Ruothard Sigiwin, und Hadeger, Radolf. Ich, Reginbert, habe im Auftrag (diese Urkunde) geschrieben und unterschrieben.


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