URKUNDE 402 (17. August 781 — Reg. 1629) Schenkung des Herifrid in Dossenheim am 17. August Im 13. Regierungsjahr unseres Herrn Karl, des Königs der Franken und Longobar-den und Patritius der Römer, mache ich, Herifrid eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Nazarius. Sein Leib ruht in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Lauresham (Lorsch), dem der ehrwürdige Herr Helmerich als Abt vorsteht. Nach meinem Wunsche gelte die Übergabe für ewige Zeiten. Ich schenke in pago lobodonensi (im Ladengau), und zwar in Dossenheim (n. Heidelberg), einen Weinberg mit einem Rodstück, ferner in Eppelenheim (Eppelheim w. Heidelberg) mein Besitztum mit Ausnahme eines Hofes mit anliegendem Wald. Alles übrige aber, das ich bekanntermaßen in jenen Ortschaften besitze und mir gesetzlich zukommt, übertrage ich vom gegenwärtigen Tage an. Die Spende diene meinem und meiner Mutter Ermenild Seelenheil. Die Sachwalter des Hl. Nazarius mögen die freie Vollmacht haben, damit zu verfahren, wie es nach ihrem Ermessen dem Vorteil und dem Nutzen jenes Klosters am meisten entspricht. Wenn aber jemand, wenn ich selbst oder irgendein anderer Mann jemals gegen diese von mir gemachte Schenkung vorzugehen versuchen sollte — und alles übrige (wie oben) — bis: Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Stifters Herifrid. Handzeichen der (Zeugen) Babo und Beinhard. Folcrad war Schreiber.
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