URKUNDE 382 (10. November 900 — Reg. 3552) Schenkung der Hildrada im nämlichen Dorf. Im l. Jahr unseres Herrn, des Königs Ludwig des Jüngeren (Ludwig IV., d. Kind) unter Abt Adalbero Ich, Hiltdrat, mache im Namen des allmächtigen Gottes eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Christi Nazarius. Sein Leib ruht im Oberrheingauer Kloster Lorsch, dem der ehrwürdige Adelbero als Abt vorsteht. Ich wünsche meiner Stiftung ewigen Bestand. Ich schenke all mein Eigentum in pago lobodoninse (im Ladengau) in Hantscuhesheimero marca (in der Gemarkung Heidelberg-Handschuhsheim) und alles das, was ich in Rorbachi marca (in der Gemarkung Heidelberg-Rohrbach) und in Buodesheimero marcha (Wüstung Botzheim w. Ladenburg/Nk. ö. Mannheim/R.) besitze, und zwar Wohnhäuser und anderweitige Gebäude, Äcker, Wiesen, Weiden, Wälder, Felder, stehende und fließende Gewässer, Pflanzland und Brachland, bewegliche und unbewegliche Habe und überhaupt alles das, was benannt oder bezeichnet oder auch nicht näher erläutert werden kann. Ich übereigne weiter folgende Leibeigene: Beddo, (seine Frau) Badahild, beider Tochter Wolchandrut und Ratmunt. Dieses alles übergebe und übertrage ich vom gegenwärtigen Tage an im Namen Gottes als ewiges Besitztum. Der Vertrag ist damit geschlossen. Geschehen im Kloster Lorsch, am 10. November im Jahre 900 nach des Herrn Fleischwerdung. Namenszeichen des Adalbero, des gütigsten Bischofs und Abtes, der die Niederschrift dieser Schenkungsurkunde befohlen hat. Handzeichen der Stifterin Hiltdrada. Namenszeichen von Propst Sigolf, Duodo, Duodo, Wenilo, Hus, Otbert, Heimo, Hus und Babo, Erkanbert. Ich, Sviger, war Schreiber.
Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de