URKUNDE 367 (22. Oktober 812 — Reg. 3017) Schenkung des Sigehard im gleichen Dorf Im 45. Regierungsjahr unseres Herrn Karl, des glorreichen Kaisers, bringe ich, Sige-hard) zum Seelenhelle des Engilger eine Opfergabe dar. Ich widme sie dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster L&ur(esham == Lorsch) ruht, das unter der Leitung des ehrwürdigen Herrn Adalung, des Abtes, steht. Ich wünsche meiner Vergabung ewige Beständigkeit und bestätige, daß sie vollkommen freiwillig erfolgte. Ich schenke ein Joch Ackerland in dem in pago lobod(onensi = im Ladengau) gelegenen Dorf Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim). Unter dem gegenwärtigen Tage übergebe und übertrage ich dasselbe in den Herrschaftsbereich des Hl. Nazarius mit dem Wunsche, daß es künftig jener heiligen Stätte vermehrten Nutzen bringe. Daraufhin erfolgt die vertragliche Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch am 22. Oktober (812). Handzeichen des Stifters Sigehard. Handzeichen von Ratwich, Egilbert) Adalbald, Ernust, Richger, Walrich und Ruotward, Birnicho. Ich, Altwin, habe die Urkunde geschrieben.
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