Urkunde 363 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 363 (28. August 802 — Reg. 2769) Schenkung von Fartman und Ermenfrid Im 34. Regierungsjahr unseres Herrn, des ruhmreichsten Kaisers Karl. Wir, Fartman und Ermenfrid, verabfolgen in Gottes Namen und zum Seelenheile des Odold eine fromme Gabe. Sie komme dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius zu, dessen Leib in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster 'La.ur(esham == Lorsch) ruht. Wir geben das hin, was Odold selber uns übergeben hat, nämlich 5 ^ Tagwerk Ackerland und einen Weingarten in pago lobod(onensi = im Ladengau), und zwar in Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim). Auch Hartbert, der Vater des Odold, übergab ein Tagwerk in der gleichen Gemarkung unter die Herrschaft des Hl. Nazarius in der Absicht, daß das Gut von diesem Tage an und künftig jener heiligen Stätte jederzeit zur Verfügung stehe. Es folgt die Vertragsfertigung. Geschehen im Kloster Lorsch am 28. August (802). Handzeichen von Fartman und Ermenfrid, auf deren Bitte diese Schenkungsurkunde ausgestellt und bekräftigt wurde. Handzeichen von. Hartbert, Starefrid, Sigiwin Heimo und Ratbert, Woivung. Ich, Reginbert, habe im Auftrag geschrieben und unterschrieben.


Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de