Urkunde 362 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 362 (25. Oktober 800 — Reg. 2710) Schenkung des Erinbert im gleichen Dorf (Handsdiuhsheim) Ich, Arnbert, will im Namen Gottes und zum Seelenheile meines Bruders Wolfrad ein Almosen spenden. Es sei dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius zugewendet, dessen Leib in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster l,a.w(esham == Lorsch) ruht, dem der ehrwürdige Herr Richbod als Abt vorsteht. Ich wünsche, daß meine Vergabung von ewiger Dauer sei und bestätige, daß sie durchaus freiwillig erfolgt. Ich übergebe und übertrage in pago lobodonensi == im Ladengau), in Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim) einen Weinberg vom gegenwärtigen Tag an aus meinem gesetzlichen Recht in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius, damit er auf ewig sein eigen sei. Von diesem Tage an und für die spätere Zukunft soll er jener heiligen Stätte zu vermehrtem Erfolg verhelfen. Diese Schenkung soll jederzeit gefestigt und beständig verbleiben. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch, am 25. Oktober im 33. Regierungsjahr unseres Herrn Karl, des großen und heiligmäßigen Kaisers (richtig: Königs). Handzeichen des Schenkgebers Erim-bert. Handzeichen von Nending, Heribalt und Heririch. Ich, Reginbert, war der Schreiber.


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