Urkunde 357 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 357 (24. Juni 795 — Reg. 2516) Schenkung des Ruotpert im gleichen Dorf Ich, Rutbert, mache im Namen Gottes und zum Heile meiner Seele dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Lauresham (Lorsch) ruht, das unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Richbod steht, eine Vergabung, von der ich wünsche, daß sie ewigen Bestand habe. Ich schenke alles das, was ich in Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim) an Ackerland besitze, in ähnlicher Weise auch mein Ackerland in Hohenmartim (? Hohenhardter Hof nö. Baiertal nö. Wiesloch) und in Waltorf (Wltlldorf w. Wiesloch s. Heidelberg), ausgenommen eine Hofreite mit Wald und Weinbergen. Das andere übergebe und übertrage ich unvermindert vom gegenwärtigen Tage an unter die Herrschaft des Hl. Nazarius in der Absicht, daß es für spätere Zeit jener heiligen Stätte jederzeit als Ertragsmehrung diene. Der Vertrag ist damit in Kraft getreten. Geschehen im Kloster Lorsch, am 24. Juni (795) im 27. Regierungsjahre Karls des Großen, unseres Herrn. Handzeichen von Ruotbert, der diese Schenkung machte. Handzeichen von Egilbert, Theutdolf, Titto, Giselhelm und Cunibert, Eberhard. Ich, Samuel, war der Schreiber.


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