Urkunde 3522 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 3522 (16. Februar 793 — Reg. 2420) Schenkung der Hilteburc auf dem Ruienberg unter König Karl und Abt Ridibod In Christi Namen, am 16. Februar im 25. Jahr (793) des Königs Karl. Ich, Hilteburc, die Gottgeweihte, errichte eine Stiftung zugunsten des heiligen Märtyrers N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht. Ich schenke in pago Zabernahgowe (im Zabergau), auf dem Berge Runingenburc (Ruienberg = Michelsberg s. Cleebronn nw. Besigheim a. N. n. Stuttgart) die Basilika, welche ebendort zu Ehren des Hl. Michael errichtet ist, mit allem, was ich dort besitze, außerdem zwei Weinberge und das Dorf Punnincheim (Bönnigheim; wie 3519) mit allem Zubehör und noch einen weiteren Weinberg in Bunnincheim (Bönnigheim). Ich übergebe ferner in Ernincheim (Erligheim bei Besigheim a. N.) all mein Eigentum, in Meginbotesheim (Meimsheim so. Brackenheim sw. Heilbronn) eine Hube, im Elsenzen-gowe (im Elsenzgau) das Dorf Berwangen (nö. Eppingen w. Heilbronn) in seiner unveränderten Gesamtheit, in Meginheim (Magenheim s. Brackenheim sw. Heilbronn) eine Hube, in Batenheim (Botenheim s. Brackenheim) eine Hube, in Bacchingen (Böckingen sw. Heilbronn) zwei Hüben, in Franchenbach (Frankenbach nw. Heilbronn) eine Hube, in Rodenbach (abgegangen; Rest: Rodbachhof sw. Brackenheim) das gerodete Neuland mit allen Bauten und (insgesamt) 120 Leibeigene. Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.


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