Urkunde 349 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 349 (14. Juli 789 — Reg. 2121) Schenkung des Bicco in Handschuhsheim im 21. Regierungsjahre Karls l., unseres Herrn, unter Abt Richbod Am 14. Juli schenke ich, Bicco, zum Seelenheile der Williburga das Gut, das sie selbst mir mit der Auflage, dasselbe an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius weiterzureichen, übergeben hat. Der Leib des Heiligen ruht in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster La.ur(esham == Lorsch), dem der ehrwürdige Herr Richbod als Abt vorsteht. Schenkgegenstand, dem ich ewige Beständigkeit wünsche, ist ein Drittel-Weinberg in Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim). In Gottes Namen verbleibe er ewiges Besitztum vom gegenwärtigen Tag an und für später. Möge er jenem Kloster jederzeit zu einem besseren Einkommen verhelfen. Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Kloster Lorsch. Handzeichen des Bicco, der diese Schenkung machte. Handzeichen von Erkanfrid, Ermenold und Hucbert, Ernricho. Ich, lsinhard, habe es geschrieben.


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