URKUNDE 3460 (11. August 795 ~ Reg. 2526) Kochergau. Schenkung des Morlach in der Wächlinger Gemarkung unter König Karl und Abt Ricfabod In Christi Namen, am II. August im 27. Jahr (795) des Königs Karl. Ich, Morlach, beabsichtige eine Zuwendung an den heiligen Märtyrer 'N(azanus), dessen Leib im Lor-scher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht. Ich bestimme, daß meine Schenkung für alle Ewigkeit gültig bleiben soll, und bekräftige den gänzlich freien Willen, mit dem ich sie gemacht habe. ich schenke in pago Cochengowe (im Kochergau), und zwar in Wachalincheimer marca (in der Gemarkung Wächlingen am Kocher; Wüstung bei Ohrnberg ntv. Öhringen nö. Heilbronn a. Neckar) eine zu Ehren des Hl. Erlösers und der Hl. Maria geweihte Basilika mit ihrem ganzen Ornat und dem zugehörigen Haus. Die Basilika steht an jener Stelle, wo der Fluß Oorona (Ohm; linker Nebenfluß des Kochers) in Cochane (in den Kocher; rechter Nebenfluß des Neckars) mündet. Ferner schenke ich vier Hüben (in Wachlingen) und in der Ortschaft Phalbach (Pfahlbach n. öhringen) acht Hüben, acht Hofreiten und eine Herren-Hof-reite. In ähnlicher Weise übergebe ich in der Ortschaft Buttineshusen (Büttelhausen; Wüstung bei Eichach n. öhringen) fünf Hüben und fünf Hofreiten, in Liutolvestetin (Lüdolfstetten; Wüstung bei öhringen) ebenfalls fünf Hüben und fünf Hofreiten, endlich in Betchingen (Böckingen sw. Heilbronn) zwei Hüben, zwei Hofreiten, eine Basilika und (insgesamt, in allen Orten) 84 Leibeigene. Vertragsfertigung. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.
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