URKUNDE 345 (6. Mai 787 — Reg. 1970) Am 6. Mai im 19. Regierungsjahre unseres Herrn Karl Wir, Rihbert und meine Gattin Manadun, geben gemeinsam zum Heil unserer Seelen dem helligen Märtyrer Gottes Nazarius ein Almosen. Der Leib des Heiligen ruht in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster 101 l^a.m(eshcim == Lorsch), dem der ehrwürdige Herr Richbod als Abt vorsteht. Ich wünsche, daß unsere Vergabung für ewige Zeiten gelte. Ich schenke einen Weingarten in pago ].obodon(ensi == im Ladengau), und zwar in Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim). Ich übergebe und übertrage ihn vom gegenwärtigen Tage an in Gottes Namen auf ewig zu eigen. Geschehen im Kloster Lorsch. Die Fertigung ist durchgeführt. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen von Rihbert, dem Schenkgeber. Handzeichen von Titto. Ich, Hunbert, habe dies abgefaßt und geschrieben.
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