URKUNDE 321 (28. Dezember 774 — Reg. 1131) Schenkung von Uogo und seiner Gattin Cremild im gleichen Dorf am 28. Dezember Im 7. Regierungsjahre unseres Herrn, des Königs Karl, überreichen wir, Ugo und meine Gattin Cremilt, zum Seelenheil unserer Tochter Berthrud dem heiligen Märtyrer 90 Gottes Nazarius eine Gabe. Der Leib des Heiligen ruht in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster 'La.ur(esham = Lorsch), dem der ehrwürdige Herr Gundeland als Abt vorsteht. Unsere Schenkung, der wir ewigen Bestand wünschen, ist die Hälfte von unserem ganzen Besitztum, das wir in pago lobodon(ensi = im Ladengau), und zwar im Dorfe Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim) innehaben. Diese übergeben und übertragen wir vom gegenwärtigen Tage an und für später jener heiligen Stätte und ihren Handlungsbevollmächtigten, damit sie jederzeit, gestützt auf diese vertragliche Übereinkunft, ihren Nutzen mehre. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen von Uogo und seiner Gattin Cremhild, welche gebeten haben, daß diese Schenkung festgestellt und bekräftigt werde. Handzeichen des (Zeugen) Zuogo. Ich, Samson (Samuelf), habe auf Bitten diese Schenkungsurkunde geschrieben und unterschrieben.
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