URKUNDE 313 (24. Mai 772 — Reg. 752) Schenkung des Giselhelm in demselben Dorf unter König Karl dem Großen und Abt Gundeland Ich, Giselhelm, übereigne im Namen Gottes dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius eine Gabe, Der Leib des Heiligen ruht in dem in pago rinensi (im Oberrheigau) am Flusse Wisscoz (Weschtlitz) gelegenen Kloster l^a.ur(esham == Lorsch), dem der ehrwürdige Herr Gundeland als Abt vorsteht. Es ist mein Wille, daß meine Schenkung von ewiger Dauer sei und meinem und dem Seelenheile meines Vaters, meiner Mutter und meiner Gattin Wibrad diene. Zur Übergabe gelangen mein Rodland in Odenwalt silva (im Odenwald), in der Gemarkung Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim) in pago lubodoninse (im Ladengau), oberhalb der Flüsse Neckar und Ulvina (Kanzelbach, an dem llvesheim liegt? oder der bei Ladenburg in den Neckar mündende Rohmbachf), ferner ein Drittel jenes Rodlandes mit Ackerland, Wald und Zubehör, das an meinen dortigen Anteil grenzt, endlich ein Tagwerk Land in Hillenbach (abgegangene Ortschaft so. Ladenburg; Flur Höllenbach). Ich übergebe und übertrage dies alles mit Wirksamkeit vom heutigen Tage, in der Absicht, daß es auch später jener heiligen Stätte und ihren Handlungsbevollmächtigten jederzeit Nutzen und Vorteil bringe. In diesem Sinne erfolgte feierliches Handgelöbnis. Geschehen im Kloster Lorsch am 24. Mai (772) im 4. Regierungsjahr unseres Herrn, des großen Königs Karl. Handzeichen von Giselhelm, der gebeten hat, daß diese Schenkung durchgeführt und vertraglich sichergestellt werde. Handzeichen von Hucbert, Haimrad, Autadocor, Walther Sigefrid, und Ruotgang, Erkenfrid. Ich, Samuel, habe (diese Schenkungsurkunde) gemäß Auftrag geschrieben und unterschrieben.
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