URKUNDE 308 (15. September 769 — Reg. 423) Schenkung der Rissuind im nämlidien Dorf, unter König Karl dem Großen und Abt Gundeland Ich, Rissuint, überreiche im Namen Gottes dem Hl. Nazarius eine Gabe. Sein Leib ruht in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster La.ui(esham = Lorsch), dem der ehrwürdige Herr Gundeland als Abt vorsteht. Es 83 ist mein Wille, daß meine Zuwendung ewigen Bestand habe. Ich schenke in pago lo-bod(onensi == im Ladengau), in Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim) einen Weinberg, der auf der einen Seite am Gute des Lübodo, auf der anderen an dem des Hagmerad, vorne an der Landstraße liegt. Ferner gebe ich eine Leibeigene namens Adalgard. Ich übergebe und übertrage dies vom heutigen Tage an in der Absicht, daß es von heute an jener heiligen Stätte und ihren Inhabern jederzeit als Ertragsmehrung diene. Es erfolgt hiermit der Vertragsabschluß. Geschehen in öffentlicher Versammlung im Kloster Lorsch am 15. September (769) im l. Regierungsjahr unseres Herrn, des Königs Karl. Handzeichen der Ris-suint, welche gebeten hatte, daß diese Schenkung durchgeführt und bestätigt werde. Ich, Hariland, habe sie geschrieben.
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