Urkunde 3061 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 3061 (28. Mai 790 — Reg. 2199) Schenkung des Ernulf* im gleichen Dorf (Vgl. Urk. Nr. 3715a) In Christi Namen, am 28. Mai im 22. Jahr (790) des Königs Karl. Ich, Erlulf, will zum Seelenheil des Wernher dem heiligen Märtyrer N(azarius) Güter zueignen. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, das vom ehrwürdigen Abt Richbodo betreut wird. Die Zuwendung soll, wie ich wünsche, immerdar erhalten bleiben, und ich stelle fest, daß ausschließlich mein freier Wille dafür bestimmend war. Ich schenke im Gau Logenehe (Lahngau), im Dorf Wanendorph (wie Urk. 3041) drei Hüben und zwei Leibeigene, und in Wizelere marca (in der Gemarkung Weisel; Hoch-, Nieder-; s. Gießen) alles, was er (Wernher) dort gehabt hatte. Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Lorsdier Kloster. Zeit, wie oben erwähnt.


Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de