Urkunde 305 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 305 (in der Zeit zwischen 9. Oktober 768 und 8. Oktober 769 — Reg. 441) Schenkung des Maurladi im nämlichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland Ich, Maurlach, mache im Namen Gottes eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius. Sein Leib ruht in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Lauresham (Lorsch). Meine Spende gilt in gleicher Weise jenen Knechten Gottes, welche ebendort dem Gottesdienst obliegen. Ihnen steht der ehrwürdige Gundeland als Abt vor. Ich wünsche, daß meine Gabe von ewiger Dauer 82 sei und erkläre, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Ich übergebe und übertrage in pago lobodoninse (im Ladengau), m Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim) ein Weingut neben der Liegenschaft des Ascrich und neben Herrenland auf der einen Seite. Ich übergebe und übertrage diesen Weinberg mit Wirksamkeit vom heutigen Tage aus meinem Güterrecht in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Gestützt auf vorliegende vertragliche Übereinkunft soll (der Weinberg) von diesem Tage an jederzeit dem Nutzen und der Vermögensmehrung jener heiligen Stätte und ihrer Verwalter dienen. Geschehen im Kloster Lorsch im l. Jahre Karls, des großen Königs, unseres Herrn. Handzeichen des Maurlach, der diese Schenkung eingebracht hat. Samuel war auf Anforderung der Schreiber.


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