Urkunde 3033 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 3033 (28. Juni 789 oder 790 — Reg. 2220) Schenkung des Adalung im Dorf Esdiweiler (?) unter König Karl und Abt Ridibod (Vgl. Urk. Nr. 3710a) In Christi Namen, am 28. Juni im 20. Jahr (788; nach der Reihenfolge der Traditionsnotiz 3710a wohl 21. oder 22. Jahr) des Königs Karl. Ich, Adalung*, will zu meinem Seelenheil eine gute Tat vollbringen. Sie ist bestimmt für den heiligen Märtyrer ~N(aza-rius), dessen Leib in dem unter der Obhut des ehrwürdigen Abtes Richbodo stehenden Lorscher Klosters ruht. Ich bestimme, daß meine Schenkung für alle Ewigkeit gültig bleiben soll, und bekräftige den gänzlich freien Willen, mit dem ich sie gemacht habe. Ich schenke im Gau Erdehe (Ardennengau), im Dorf Hammingenwilre (Eschweiler n. Wtltz/Luxemburg? — Heisdorf sw. Clerf/Luxem-burg? — Ensweiler nw. Clerff) alles, was ich bisher dort an Hofreiten, Feldern, Wiesen, * Der Donator Adalung ist wohl der spätere, von 804—837 regierende Abt von Loridi. 64 Wäldern, Gewässern, Wohnhäusern und Wirtschaftsbauten besessen habe, außerdem neun Leibeigene. Alles schenke, übergebe und übertrage ich mit dem gegenwärtigen Tag und als Eigengut auf ewige Zeiten aus meinem Besitzstand in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. ~N(azarMS) in der Weise, daß es von diesem Tag an und künftig zu einer Einkommenssteigerung jener Klosterstätte beitragen möge. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.


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