Urkunde 3031 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 3031 (27. August 774 — Reg. 1075) Schenkung des Folcbert im Erdagau, in der gleichnamigen Gemarkung (Vgl. Urk. Nr. 3690b) Im Namen Gottes, am 27. August im 6. Jahr (774) des Königs Karl. Wir, Folcbert und meine Gattin Willicuma, weisen dem heiligen Märtyrer 'N(azarius) eine Vergabung zu. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dessen Herr der ehrwürdige Abt Gundeland ist. Nach unserem Willen soll die Schenkung für alle Zeiten in Kraft bleiben, und wir versichern, daß sie vollkommen freiwillig gemacht wurde. Wir übergeben im Gau Erdehe * Lahngau (pagus Loganensis, Logangowe, Loganhehe, Logenehe), im wesentlidien das Einlugsgebiet der Lahn. Untergaue: Largau (pagus Lare, „Loher Gericht": Urk. 3633—35); Hauptort: Lar, Erdagau (Erda, Erdehe); Hauptort: Erda (Erdehe), Abrdtgau (Ardehe, Ardingove, Hardehe); Hauptort: Ahrdt (Ardahere marca, Ardeher marca, Ardeha, Ardehe, Ardt). — Erdagau und Ahrdtgau liegen an der oberen Ahrdt (Ardaha), dem linken Nebenfluß der Dill. Ardennengau (Ardingowe, Erdehe, Hardehe), von den Lorsdier Archivaren und Kopisten irrtümlich mit dem Erdagau identifiziert und dementsprechend benannt; die betreffenden Sdien-kungsurkunden lagen vermutlich beisammen in der gleidien Ardlivabtellung, wurden daher audi im Codex einheitlich behandelt und in die gleiche — vorliegende — Gruppe aufgenommen. (Vgl. audi Fußnote zu Urk. Nr. 3661). 63 (Erdagau), in der gleichnamigen Gemarkung (Erdehe = Erda n. Wetzlar/Lahn) fünf Joch Ackerland und einen Leibeigenen. Die Übergabe ist durchgeführt. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.


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