URKUNDE 3006 (29. September 844 — Reg. 3314) Schenkung des Tremor in demselben Dorf unter Bischof und Abt Samuel und König Ludwig (Vgl. Urk. Nr. 3768a) Im Namen Gottes will ich, Thremor, für das Heil meiner Seele Vorsorge treffen. Ich mache daher eine Vergabung an das Kloster, welches Lauressa (Lorsch) genannt wird und am Flusse Weschnitz im Oberrheingau liegt. Dort führt der ehrwürdige Bischof und Abt Samuel die Herrschaft und eine schätzenswerte Auslese von Mönchen hält dort Wache. Dahin also schenke ich als immerwährendes Eigentum Güter, gelegen im Gau Wetdereiba (Wetterau), im Dorf Wizelare (Weisel; wie Urk. 2993), nämlich eine herrschaftliche Hofstätte mit allen darauf errichteten Bauwerken, außerdem zwölf HörigenHofstätten und ebensoviel Hofreiten, Wiesen mit einem Ertrag von fünfzig Fuder Heu und 22 Leibeigene. Wenn aber einer gegen diese Schenkung auf hinterlistige Weise anzukämpfen versuchen sollte, so werde er dazu verhalten, der genannten Kirche die dreifache Buße zu bezahlen, die nach dem Gesetz der heiligen Kirche festgesetzt ist. Die Einwände aber, die er vorzubringen versuchen sollte, seien für eine gerichtliche Untersuchung nichtig. Diese gegenwärtige Schenkung Jedoch soll jederzeit fest und unverbrüchlich bestehen. Vertragsabschluß. Geschehen im Lorscher Kloster im Jahre 844 nach der Fleischwerdung des Herrn, im 4. Jahr des Königs Ludwig (des Deutschen), am 29. September.
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