URKUNDE 2990 (1. Januar 797? — Reg. 2568) Sdienkung des Reginher in Gewirada unter König Karl und Abt Ridibad (Vgl. Urk. Nr. 3761c) Im Namen Christi, am l. Januar im 19-Regierungsjahr (787) des Königs Karl. (Gemäß chronologischer Einreibung der Traditionsnotiz 3761c dürfte das 29.Regierungsjahr == 797 wahrscheinlicher sein.) Zu meinem Seelenheil mache ich, Reginher, eine Vergabung an den leibhaftig im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruhenden heiligen Märtyrer 'N(azarius), beziehungsweise an jene geweihte Mönchsversammlung, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Richibodo Gott dient. Ich bestimme, daß meine Spende für alle Ewigkeit gültig bleiben soll, und bekräftige den gänzlich freien Willen, mit dem ich sie gegeben habe. Ich schenke im Gau Wetdereiba (Wetterau), im Dorf Gewirada (Gedern oder Kefenrod; beide Ortschaften nö. Büdingen nö. HanemIM.) eine Kirche mit allem, was ich an Äckern, Wohn- und Wirschaftsbauten, Hofreiten, Wiesen, Wäldern und Gewässern besitze, außerdem noch acht Leibeigene. Bekräftigt durch Handschlag und Brief schenke, übergebe und übertrage ich dies alles vom gegenwärtigen Tag an als Eigentum für ewige Zeiten aus meinem Besitzrecht in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. ~N(azarius). Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit, wie oben erwähnt. 49
Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de