Urkunde 2978 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 2978 (24. Mai 790 — Reg. 2189) Sdienkung der Lügart in der Feldheimer Gemarkung unter Abt Richbod und Kaiser Karl (Vgl. Urk. Nr. 3757a) In Gottes Namen mache ich, Liugart (gespr. Lügart), zum Seelenheil des Herpiolt eine Spende für den heiligen Märtyrer N(azarius), dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht. Diese Spende sei auch ausgerichtet an jene heilige Mönchsvereinigung, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Richbodo dem göttlichen Dienst nachkommt. Die Obergabe erfolgt nach meinem Wunsch für immer und, wie ich ausdrücklich betone, aus freien Stücken. Ich schenke im Gau Wetdereiba (Wetterau), in Feltheimer marca (in der Gemarkung Feldheim; Wüstung nö. Utphe so. Gießen/L.), in Holzheim (s. Gießen), Vullinestat (Wollstadt/Nidda; N.-, 0.-; n. Frankfurt/M.) und in Leoche (Lieh/Wetter so. Gießen) alles, was der vorgenannte Herpiolt in diesen Gemarkungen an Hofreiten, Feldern, Wiesen, Wäldern und Wasserrechten besessen hat. Unter dem heutigen Tag schenke, übergebe und übertrage ich dies alles auf ewig zu eigen. Ge45 schlössen und gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster am 24. Mai im 22. Jahr (790) des ruhmreichen Kaisers Karl.


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