URKUNDE 2975 (4. Juni 774 — Reg. 1020) Schenkung des Gerhart in demselben Dorf unter Abt Gundeland und König Karl (Vgl. Urk. Nr. 3769b) In Gottes Namen widmen wir, Gerhart und mein Bruder Gozart, dem heiligen Märtyrer 'N(llzarius), dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, eine Spende. Sie ist auch jenen Knechten Gottes zugedacht, welche ebendort unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Gundeland Gott dienen. Es ist unser Wunsch, daß diese Stiftung von ewiger Dauer sei, und wir erwähnen ausdrücklich, daß sie aus vollkommen freiem Willen erfolgt. Wir schenken im Gau Wetdereiba (Wetterau), im Dorf Oberenhove (Obbornhofen so. Gießen), in Baldratesheim (Bellersheim nö. Friedberg) und in Muscanheim (Muschenheim a. d. Wetter so. Gießen) eine Hofreite mit darauf stehendem Bauwerk, 14 Wiesen und überhaupt alles, was wir an Hofreiten, Feldern, Wiesen, Wäldern und Gewässern besitzen. Alles soll ewiges Eigengut sein. Der Vertrag wird 44 hiermit gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster im 6. Jahr (774) des Königs Karl, am 4. Juni.
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