URKUNDE 2966 (4. Mai 793? — Reg. 2433) Schenkung von Anstrat im demselben Dorf (Vgl. Urk. Nr. 3760b) In Christi Namen, am 4. Mai im 15. Jahr des Königs Karl. (Statt XV. Jahr = 783 vielleicht richtig: XXV. Jahr = 793, umsomehr, als auch die chronologische Anordnung der Traditionsnotiz 3760b dafür spricht.) Wir Anstrat und Ozilo, weihen dem heiligen Märtyrer N(azarius) eine Spende. Der Leib des Heiligen ruht im Oberrheingauer Kloster Lorsch. Unsere Vergabung gelte in gleicher Weise auch jener geheiligten Ordensgesellschaft der Mönche, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Richbodo (784—804) bei Tag und bei Nacht Gott dient. Die Schenkung soll nach unserem Willen für ewige Zeiten bestimmt sein und ist, wie wir beurkunden, ganz freiwillig vorgenommen worden. Wir übergeben im Gau Wedereiba (Wetterau), im Dorf Holzheim (s. Gießen) eine Basilika mit Reliquien des Hl. Petrus, einen Reliquienschrein, ein Kreuz, weitere Reliquien, nämlich vom Hl. Martin und von der Hl. Petro-nella, einen Kelch mit Patene und ein Altartuch. Ferner geben wir im Logengowe (Lahngau), in Falheimer marca (in der Gemarkung Falheim oder Pfahlheim, Wüstung bei Grüningen so. Gießen; am Pfahlgraben = palus, „Pol", Limes gelegen) hundert Morgen Land, eine Hofreite mit Hube und fünf Leibeigene auf ewig zu eigen. Das Abkommen ist damit in Kraft getreten. Geschehen im Lorscher Kloster zur Zeit, wie oben angegeben.
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