Urkunde 2957 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 2957 (29. September 774 — Reg. 1090) Schenkung des Eberhart in demselben Dorf unter König Karl und Abt Gundeland (Vgl. Urk. Nr. 3745e) In Christi Namen, am 29. September im 6. Jahr (774) des Königs Karl. Ich, Eberhart, errichte zum Seelenheil der Gunzana eine Stiftung zu Ehren des heiligen Märtyrers N^za-rius). Der Leib des Heiligen ruht in dem im Oberrheingau, am Flusse Weschnitz gelegenen Lorscher Kloster. Meine Stiftung soll auch jenen Dienern Gottes zugute kommen, welche ebendort unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Gundeland bei Tag und bei Nacht ihrem Dienst nachkommen. Es ist mein Wunsch, daß diese Stiftung von ewiger Dauer sei, und ich erwähne ausdrücklich, daß sie aus völlig freiem Willen erfolgt. Ich schenke im Gau Wetdereibau (Wetterau), im Dorf Baldraresheim (Bellersheim; wie Urk. 2949) drei Joch Ackerland. Die Obergabe ist durchgeführt. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.


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