URKUNDE 2917 (10. Juli 798 — Reg. 2633) Schenkung des Foleuin im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Ridibod (Vgl. Urk. Nr. 3762d) In Christi Namen, am 10. Juli im 30. Regierungsjahr (798) des Königs Karl. Wir, Foleuin und meine Schwester Folcrath, übereignen dem heiligen Märtyrer 'N(azarMS) eine Gabe. Der Leib des Heiligen ruht in dem im Oberrheingau gelegenen Lorscher Kloster. Die Schenkung gilt in gleicher Weise jener heiligmäßigen Mönchsvereinigung, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Richbodo dem Gottesdienst obliegt. Die Obergabe erfolgt nach unserem Wunsch für immer und, wie wir ausdrücklich betonen, aus freien Stücken. Wir schenken im Gau Wettereiba, in Alachstater marca (wie Urk. 2916) und in Ganbacher marca (in der Gemarkung Gambach) 350 Joch Ackerland und Waldgelände, ferner Wiesen mit einem Ertrage von 27 Fuder Heu, drei Hofreiten und 15 Leibeigene. Mit dem heutigen Tage schenken, übergeben und übertragen wir diese Güter aus unserem Eigentumsrecht in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. ^(azarius) auf ewige Zeiten. Es erfolgt förmlicher Vertragsabschluß. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.
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