URKUNDE 277 (28. Februar 848 — Reg. 3337) Schenkung des Helmbald in demselben Dorf (Neuenheim), im 8. Jahre des Königs Ludwig (des Deutschen), unter Abt Samuel Ich, Helmbald, mache in Gottes Namen und um Gottes willen, zum Heile meiner Seele und um dessentwillen, daß ich es verdiene, Verzeihung meiner Sünden bei Gott zu erlangen, eine Stiftung an den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht. Zur Schenkung gelangen meine Güter in pago lubdunensi (Ladengau), und zwar im Dorfe Nüwenheim (Heidelberg-Neuenheim), nämlich eine Hofstätte und zehn Joch Ackerland, dann in Dossenheim (nördlich Heidelberg) ein Weingut, endlich in Fitdenheim (Mannheim-Feudenheim) drei Morgen Wiesland, drei Leibeigene, deren Namen Albsuint, Albhart und Baldrich sind, und überhaupt alles das, was zu diesen Gütern von Rechts wegen gehört: Ländereien, Wohnhäuser, Stauungen und Scheunen, Weingärten, Wiesen, Weiden, Felder, Wälder, Straßen und Wege, Wasservorkommen, bebaute und unbebaute Gebiete, bewegliche und unbewegliche Habe. All das übergebe und übertrage ich in Gottes Namen zur Gänze vom heutigen Tage an aus meinem Eigentumsrecht in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Nazarius und der Leiter jenes Klosters zu ewigem Besitztum. — Alles übrige wie oben bis zur Fertigung. — Geschehen im Kloster Lorsch am 28. Februar (848). Handzeichen des Helmbald, welcher gebeten hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und bestätigt werde. Handzeichen der (Zeugen) Radier, Wolfgang, Otbrath, Nanther, Rantbert, Druthmar, eines anderen Rächer, Altwin, Hildibrath, Dindo, Willibrath, Bruning und Ruotgang, Lübert, Wolf. Tiethroh hat dies geschrieben.
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