Urkunde 268 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 268 (3. Juni 782 — Reg. 1761) Schenkung von Uorendil und seiner Gattin Egina in demselben Dorf (Bönsheim) im 14. Regierungsjahre Karls des Großen, unseres Herrn und Kaisers (richtig: Königs), unter Abt Helmerich Wir, Uorendil und meine Gemahlin Egina, machen im Namen Gottes, zu unserem Seelenheil und um der ewigen Wiedervergeltung willen eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht. Wir schenken unser Eigentum in pago rinensi (im Oberrheingau), im Dorf Buosinesheim (Bönsheim; heutiger Überrest: Bensheimer Hof w. Darmstadt), und zwar alles, was Orendil seiner Gattin Egina unter dem Titel einer Morgengabe übertrug, und alles das, was wir in Jener Gemarkung besessen haben. In ähnlicher Weise (übergeben wir unseren Besitz) auch in Leheim (Leeheim ö. Oppenheim/R.) und überhaupt alles das, was wir in diesen beiden Orten hatten, nämlich Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Weinberge, Wirtschaftsbauten, halbfreie Bauern und zwölf unfreie Leibeigene. Alles und in allen seinen Teilen, ganz und unversehrt, übergeben und übertragen wir vom heutigen Tage an — und alles übrige wie oben — bis: Geschehen im Kloster Lorsch am 3. Juni (782). Handzeichen von Orendil und seiner Ehefrau Egina, welche die Erstellung und Bestätigung dieser Schenkung erbeten haben. Handzeichen von Graf Heimirich, Guntram, Benno, Fricko, Lütger, Hado, Rado, 63 Hartwin, Witeram, Erbio, Zeizo, Berthelm und Ruotbert. Ich, Reginbert, war der Schreiber.


Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de