Urkunde 266 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 266 (18. Oktober 784 — Reg. 1929) Schenkung des Amanold am Bensheimer Hof im 17. Regierungsjahre Karls des Großen, unseres Herrschers, des Kaisers (richtig: Königs), unter Abt Ricfabod In Christi Namen weise ich, Amanold, zu meinem und meines Bruders Hadabald Seelenheil dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius eine fromme Stiftung zu. Sein Leib ruht in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Lorsch. Meine Zuwendung gelte ebenso jenen Knechten Gottes, welche ebendort dienen und denen, wie bekannt, der ehrwürdige Herr Rihbodo als Abt vorsteht. Es ist mein Wille, daß meine Gabe ewigen Bestand habe, und idh erkläre, daß sie auf einem vollkommen freiwilligen Entschluß beruht. Zur Vergabung gelangen im Oberrheingau, in Buosinesheim (Bönsheim, abgegangene Ortschaft; Rest: Bensheimer Hof w. Darmstadt): Hofreiten, Äcker, Wälder und Wiesen an drei Orten, nämlich alles, was uns unser Vater vererbt hat und wir dort besessen haben. Vom gegenwärtigen Tage an übergebe und übertrage ich alles in der Absicht, daß es Jener heiligen Stätte beziehungsweise deren Verwaltern jederzeit als Vermögensmehrung diene. Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Kloster Lorsch am 18. Oktober (784). Handzeichen des Stifters Amanold. Handzeichen der (Zeugen) Roccholf, Binin, Waldolf, Albert Erpho, und Rahcholf, Adelrad. Ich, Rudolf, habe auf Bitten (diese Urkunde) geschrieben.


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