Urkunde 2658 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 2658 (26. Mai 789 — Reg. 2101) Schenkung der Adelgart unter Abt Richbodo und König Karl In Christi Namen will ich, Adelgart, zur Förderung meines Seelenheiles eine Opfergabe darbringen. Ich lasse sie dem heiligen Märtyrer N(azarius) zukommen) dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Richbodo steht. Die Schenkung soll nach meinem Willen für ewige Zeiten bestimmt sein und ist, wie ich beurkunde, ganz freiwillig vorgenommen worden. Ich schenke in pago Brisgowe (im Breisgau) zwei Dörfer, nämlich Wilere (Weiler, N.-, 0.-, ö. MüllheimIBr.) und Padaperc (Betberg nö. Mullheim) mit allen zugehörigen Fluren. Dazu gehört auch der Anteil der dortigen Kirche, welcher mein Eigentum ist, mit Leibeigenen, Wohnhäusern, Wirtschaftsbauten, Weingärten, Wäldern, Gewässern, Wiesen und überhaupt alles bepflanzte und unbepflanzte Land. Der Vertragsabschluß ist damit in Kraft getreten. Geschehen in monasterio la.u.nsh(amensi = im Lorscher Kloster) am 26. Mai im 21. Jahr (789) des Königs Karl.


Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de