Urkunde 263 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 263 (22. Oktober 824 — Reg. 3186) Schenkung des Lütwin ebenda (in Bensheim), im II. Regierungsjahre des Herrn Ludwig (des Frommen), des Kaisers, unter Abt Adalung Im Namen Gottes mache ich, Lütwin, zu meinem Seelenheile dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, in dem der ehrwürdige Herr Adalung als Abt waltet, eine Vergabung. Es ist mein Wunsch, daß meine Schenkung ewigen Bestand habe. Ich bekräftige, daß sie aus vollkommen freiem Willen erfolgt. Ich schenke mein Eigentum im Dorfe Basinsheim (Bensheim a. d. Bergstr.) in pago rinensi (im Oberrheingau), und zwar alles, was ich darin besitze, so, wie es mir aus der Erbschaft nach meinen Eltern, nach der Teilung mit meinen Brüdern und Schwestern gesondert zugefallen ist. Alles, was ich als alleiniger Eigentümer bis in die Gegenwart besessen und innegehabt habe, gebe ich zur Gänze und in unbedingter Geschlossenheit hin: Hofreiten, Ländereien, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Weinberge, Wohnhäuser und ander Baulichkeiten, alles und in allen Teilen. Vom heutigen Tage an übergebe und übertrage ich alles zu ewigem Besitztum in der Absicht, daß es mit Wirkung von heute und stets jener heiligen Stätte laut urkundlicher Fertigung zur Mehrung ihres Einkommens diene. Geschehen im Kloster Lorsch am 22. Oktober (824). Handzeichen des Lütwin, der die Feststellung und Bestätigung dieser Schenkung veranlaßt hat. Handzeichen der (Zeugen) Eberhelm, Lüthelm, Cilward, Berethfrid, Reginhelm, Nithard Ulfrih, und Albwin, Gozo. Ich, Altwin, war der Schreiber.


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