URKUNDE 262 (15. Oktober 850 — Reg. 3354) Schenkung des Adalwin im gleichen Dorf, im 10. Regierungsjahre des Herrn Ludwig, des frömmsten Kaisers (richtig: des Königs Ludwig des Deutsdien) unter Abt Samuel Im Namen Gottes stifte ich, Adalwin, zu meinem Seelenheile oder auch nur zur Abtragung meiner mich belastenden Schuld eine milde Gabe. Sie sei geweiht dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, das in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschniz) gelegen ist. Sie gelte ebenso jener heiligen Vereinigung von Mönchen, welche dort unter dem verehrungswürdigen Herrn Samuel, dem Bischof und Abt, bei Tag und Nacht dem Herrgott dienen. Ich habe den Wunsch, daß meine Schenkung ewigen Bestand habe und bestätige ausdrücklich, daß sie aus vollkommen freiem Willen erfolgt. Ich übergebe und übertrage mein Eigentum in Basinsheim (Bensheim a. d. Bergstr.), nämlich zehn Morgen Land, die teils bereits als Pflanzland hergerichtet, teils noch im Walde zu roden sind, mit Wirkung vom heutigen Tag aus meinem Eigentumsrecht — und alles übrige (wie oben) — bis: Urkundlich dessen die untenstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch am 15. Oktober (850). Handzeichen des Schenkgebers Adalwin. Handzeichen der (Zeugen) Cilward, Welafrid, Gerold, Grimold, 59 Hucbert, Wolfher und Egilbert. Ich, der Mönch Tiothroch, war der Schreiber.
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