Urkunde 261 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 261 (28. Juli 848 — Reg. 3342) Schenkung des Adalwin im gleichen Dorf, im 9. (8.?) Regierungsjahre unseres Herrn, des Kaisers Ludwig des Frommen, unter Abt Samuel Wenn wir etwas von unserem Vermögen den Stätten der Heiligen übergeben, so wird uns beim Herrn der Lohn der künftigen Wiedervergeltung werden, wie wir zuversichtlich vertrauen. Aus diesem Grunde mache ich, Adalwin, im Namen Gottes zu meinem Seelenheil und zum Seelenheile meiner verstorbenen Eltern eine Stiftung an den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht. Ich schenke ein (zur Rodung geeignetes) Unland in der Basinsheimmere marca (Bensheimer Gemarkung a. d. Bergstr.) im Oberrheingau, welches auf einer Seite an das Besitztum des Hl. Nazarius stößt, auf der anderen, nämlich der nördlichen, an meine Liegenschaft. Ich übergebe und übertrage diesen Bifang (meist eingezäuntes mit Unterholz besetztes Brachland; Pferch) vom heutigen Tag an aus meiner Hand in das Eigen- und Herrenrecht des Hl. Nazarius als ewiges Eigengut — und so weiter — bis: Geschehen im Kloster Lorsch, am 28. Juli im Jahre 848 nach des Herrn Fleisch-werdung. Handzeichen des Adalwin, der diese Sichenkung machte. Handzeichen der (Zeugen) Zeizo, Egino, Gundold, Starcher, Heland, Reginbert, Adalwin, Heimirich und Adalhoh, Fridubert. Ich, Himmi, wenn auch unwürdig, so doch Mönch, habe dies im Auftrage von Thiothroch geschrieben.


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