Urkunde 2590 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 2590 (29. Mai 795 — Reg. 2509) Schenkung der Berthilt in der vorgenannten Gemarkung unter Konig Karl und Abt Richbodo In Christi Namen, am 29. Mai im 27. Jahr (795) des Königs Karl. Ich, die gottgeweihte Berthilt, bringe dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) eine Opfergabe dar. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dessen leitender Abt der ehrwürdige Richbodo ist. Ich schenke in der oben genannten Gemarkung (Reilsheim), in der Waldolfeshusen (Waldolfshausen; Wiistung bei Gaiberg nw. Reilsheim so. Heidelberg) genannten Ortschaft die mir gehörige kleine klösterliche Anlage, einen Knecht mit seiner Hube und seiner ganzen Habe, eine Herrenhofreite mit darauf erstelltem Wohnhaus und allen übrigen Gebäuden, die Basilika, welche zu Ehren des Hl. Petrus und der Hl. Maria errichtet ist, und alles, was sich in derselben an Schmuck findet. Ferner schenke ich in Weibestat (Waibstadt nö. Sinsheim so. Heidelberg) eine Hube und ihr gesamtes Zubehör, in ähnlicher Weise in Spirgowe (im Speyergau), und zwar in Huchilinheim (Heuchelheim sw. Landau/P.f — lggelheim ö. Neustadt a. d. Wein-straße?) eine Hube und einen Knecht mit seinem ganzen Eigentum, in Nuzloch (Nußloch s. Heidelberg) zwei Weinberge, in Rorbach (Heidelberg-Rohrbach) eine Hube und einen Weingarten, endlich in Sicchenheim (Mannheim-Seckenheim) eine Hube, zwei Wiesen und 26 Leibeigene. Rechtskräftige Fertigung. Geschehen in monasterio laurish^wewri = im Lorscher Kloster). "Zeit wie oben.


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