Urkunde 258 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 258 (1. Dezember 796 — Reg. 2564) Schenkung des Wichelm in demselben Dorf, im 29. Regierungsjahre Karls des Großen, unseres Herrn, unter Abt Ridhbod In Gottes Namen mache ich, Wigelm (Wighelm), zu meinem Seelenheil und zum Heile der Seele meiner Ehefrau Eugenia eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht. Ich übergebe und übertrage mein Eigengut im Oberrheingau, und zwar in Basinsheim (Bensheim a. d. Bergstr), nämlich eine Hofreite und Hube, eine Wiese mit einem Ertrage von 40 Fuder Heu und überhaupt alles, was ich in jener Gemarkung besitze, vom gegenwärtigen Tage an aus meinem Besitzrecht in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Es soll auf ewig sein eigen sein in dem Sinne, daß es mit Wirkung vom heutigen Tage jener heiligen Stätte zu Nutz und Frommen diene. Zu diesem Zwecke folgt die vertragliche Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch am l. Dezember (796). Ich, Wanbert, habe im Auftrage von Reginbert die Niederschrift besorgt. 57


Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de