URKUNDE 256 (20. Januar 789 — Reg. 2085) Schenkung der Gerniu im gleichen Dorf, im 21. Regierungsjahre Karls des Großen, unseres Herrn, unter Abt Richbod Im Namen Gottes mache ich, Gerniu, zum Heile meiner Seele und auch zum Seelenheile meines Mannes Irminulf dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, eine Stiftung. Ich gebe all mein Gut hin, das ich bisher in * Theotmann und Hado sind Söhne von Irminulf und Gerniu (Gernü). Der Presbyter Lampert ist wohl der Sohn von Hado und Reginlindis. — Giselhelm, Riphwin und Stal sind Söhne von Luther (Liitwin) und Massa, die als Witwe eine Gottgeweihte (deo sacrata) wurde. 56 Basinsheim (Bensheim a. d. Bergstr.) besaß; ausgenommen ist nur ein großer mit Unterholz bewachsener Pferch. Alles übrige: Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Weinberger, Wohnhäuser, Wirtschaftsbauten, Teiche und Bäche, alles das, was aufgezählt oder genannt werden kann, übergebe und übertrage ich vom gegenwärtigen Tage an und für später aus meinem Eigenrecht in das Besitz- und Herrenrecht des vorgenannten Märtyrers, damit es jederzeit jener heiligen Stätte zu Nutz und Vorteil diene. Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Kloster Lorsch, am 20. Januar (789) im oben erwähnten Jahre. Handzeichen der Gerniu) der Schenkgeberin. Handzeichen der (Zeugen) Gaugraf Guntram, Erkanfrid, Hado, Sohn des Gerniu, Lüto, Theotman*, Willo, Giselhelm, Herirat und Riphwin, Albgooz. Ich, Reginbert, habe auf Bitten (diese Urkunde) geschrieben.
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