Urkunde 2528 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 2528 (1. Mai 850 — Reg. 3349) Schenkung des Willebert in Heideisheim unter Bischof und Abt Samuel und Kaiser Ludwig Im Namen Gottes und zum Heile meiner Seele mache ich, Willebert, eine Vergabung. Sie sei dem heiligen Märtyrer N(azarius) dargebracht, dessen Leib in dem vom ehrwürdigen Bischof und Abt (837—856) Samuel verwalteten Lorscher Kloster ruht. Ich bestimme, daß meine Spende für alle Ewigkeit gültig bleiben soll und bekräftige den gänzlich freien Willen, aus dem heraus ich sie gegeben habe. Ich schenke in pago Anglachgowe (im Angel-gau), und zwar in Heidolfesheim (Heidelsheim so. Bruchsal no. Karlsruhe), Marebodesheim (Markbodsheim; Wüstung bei Wiesloch s. Heidelberg) und Gemminsheim (Wüstung n. Bruchsal nö. Karlsruhe) alles, was wir, nämlich ich, mein Bruder Erkenmar und der Sohn meiner Vatersschwester (mein Vetter) Willebert durch Erbschaft erworben haben, außerdem noch 42 Joch Ackerland. Der Vertragsabschluß ist damit in Kraft getreten. Geschehen in monasterio la.ur(ishamensi = im Lorscher Kloster) am l. Mai im 10. Jahr (850) des Kaisers (richtig: Königs) Ludwig (des Deutschen).


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