Urkunde 244 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 244 (22. Juni 789 — Reg. 2116) Schenkung des Stahal und der Massa, seiner Mutter, im nämlichen Dorf, im 21. Regierungsjahre Karls l., unseres Herrn, unter Abt Richbod In Gottes Namen machen wir, Stahal und meine Mutter Massa, zu unserem Seelenheile eine Stiftung an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauresham (Lorsch) ruht. Wir schenken unser Besitztum in der Basinsheimmer marcha (Bensheimer Gemarkung a. d. Bergstr.), nämlich jenes Ödland an der Suarzaha (Schwarzach; siehe Urk. Nr. 242), in der Gegend, welche Foroenbibiloz 50 („Föhrenwasser", sumpfiger Föhrenwald) genannt wird. Alles dies, was dort bisher unser unbestrittenes Eigentum war, teils gerodet, teils zur Rodung geeignetes Unterholz, übergeben und übertragen wir aus unserem Besitzrecht in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius zu ewigem Besitztum in der Weise, daß es vom heutigen Tage an und später jener heiligen Stätte jederzeit zum Nutzen gereiche. Wenn aber jemand künftig, was ich zwar keineswegs glaube — und alles übrige, wie es oben geschrieben ist — bis: Geschehen im Kloster l^a.u[(esham = Lorsch) am 22. Juni (789). Handzeichen von Stalo und Massa, welche gebeten haben, daß diese Schenkung festgelegt und bekräftigt werde. Handzeichen der (Zeugen) Hagano, Otto, Heriman, Titto und Nandolf, Lantward. Ich, Reginbert, war der Schreiber.


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