Urkunde 243 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 243 (15. Mai 774 — Reg. 1004) Schenkung des schon genannten Stahalo in demselben Dorf, im 6. Regierungsjahre Karls des Großen, unseres Herrn, des seligsten Kaisers (richtig: Königs), unter Abt Gundeland In Christi Namen, am 15. Mai. Ich, Stal, mache eine Stiftung an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem Kloster ruht, welches 'La.ur(esham = Lorsch) genannt wird und am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegen ist. Ich schenke in Basinsheim (Bensheim a. d. Bergstr.) einen Weinberg, einen Pflanzgarten und Neuland, das zur Anlage eines Weingutes geeignet ist. Ich übergebe und übertrage im Namen Gottes diese Liegenschaften mit Wirkung vom heutigen Tage als ewiges Besitztum in der Absicht, daß sie von diesem Tage an und späterhin für alle Zeiten jener heiligen Stätte beziehungsweise ihren Sachwaltern zur Mehrung ihres Nutzens gereichen sollen, gestützt auf diese vertragliche Fertigung. Geschehen im Kloster i.a.w(esham = Lorsch), am Tage und zu der Zeit, wie oben vermerkt. Handzeichen des Stalo, welcher gebeten hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und bestätigt werde. Ich, Samuel, habe auf Antrag (die Urkunde) geschrieben.


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