Urkunde 238 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 238 (1. August 768 — Reg. 309) Schenkung der Gailrada im gleichen Dorf, im 16. Regierungsjahre des Königs Pippin, unseres Herrn, unter Abt Gundeland Ich, Gailrada, übergebe zu meinem Seelenheile dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Kloster Lauresham (Lorsch) in pago rinensi (im Oberrheingau) ruht, mein Besitztum in der Basinsheimer marca (Bensheimer Gemarkung), und zwar in dem Dorf, welches Husun (Großhausen, heute mit Kleinhausen als Einhausen vereinigt) genannt wird und am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegen ist. In die Schenkung sind eingeschlossen: Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, stehende und fließende Gewässer, Wälder, Wege, Äcker, Pflanzland und Ödland, alles und in allen seinen Teilen, wie ich es bekanntermaßen dort besessen habe. Ich übergebe und übertrage das alles mit Gültigkeit vom heutigen Tage als ewiges Besitztum, zugleich mit einem Leibeigenen namens Dothlegbert 47 (Dodebert?). Möge es Jederzeit der Mehrung des Nutzens jener heiligen Stätte dienen. Geschehen im Kloster La.ui(esham = Lorsch) am l. August. Handzeichen der Schenkgebe-rin Gailrada.


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