Urkunde 234 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 234 (6. Mai 766 — Reg. 45) Schenkung des Stal im nämlichen Dorf, im 14. Regierungsjahre des Königs Pippin, unter Abt Gundeland Im Namen Christi, am 6. Mai, im 14. Regierungsjahre Pippins, unseres Herrn. Ich, Stal, der Sohn des verstorbenen Luther, mache eine fromme Stiftung zur Ehre Gottes und des Hl. Nazarius, zu meinem Seelenheil und um der ewigen Vergeltung willen. Ich übereigne mit Rechtswirksamkeit vom heutigen Tage durch diese Schenkungsurkunde und Willensäußerung dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Fluße Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Lau-resham (Lorsch) ruht, beziehungsweise den dortigen Brüdern — und das übrige wie oben — Ich schenke meinen Weinberg in Basinsheim (Bensheim a. d. Bergstr.). Er liegt an der Lütra (Lauter), und stößt auf der einen Seite an das Gut des Erpho, auf der anderen an jenes des Schenkgebers, auf der dritten an jenes des Lantbert und auf der vierten an jenes des Cilward. Der Weinberg hat einen Ertrag von ungefähr 2 Vi Fuder. Vom heutigen Tage an — und das übrige alles wie oben — bis zum Ende der Schenkungsurkunde. — Handzeichen des Stal, der diese Schenkung machte. Ich, der oben erwähnte (wahrscheinlich Wlglar) habe auch diese Schenkung, welche der Herr (Freie, Edle) Stalan, der Sohn des Luther, gemacht hat, niedergeschrieben.


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