URKUNDE 229 (30. Juli 780 — Reg. 1587) Verkauf des Gerold in Hausen im 12. Regierungsjahre Karls des Großen, unseres Herrn und Kaisers (richtig: Königs), unter Abt Helmericfa Ich, Gerold, Sohn des Eigilolf, verkaufte dem verehrungswürdigen Abt Helmerich meinen Besitz in pago rinensi (im Oberrheingau) in der Gemarkung Husun (Kleinhausen, heute mit Großhausen zu Einhausen vereinigt, nw. Lorsch? — oder Geroldeshusa = Geroldshausen, abgegangene Ortschaft s. Hähnlein n. Lorsch?), und zwar sechs Joch Ackerland, die auf beiden Seiten vom Grundbesitz des Hl. Nazarius umgeben sind. Als von beiden Seiten genehmigten und als angemessen befundenen Gegenwert erhielt ich von euch drei Unzen Silber. Daraufhin habe ich euch das in Rede stehende Grundstück im Namen Gottes für Gegenwart und Zukunft als Besitz übergeben. So sollt ihr es denn von heute an innehaben. Ihr sollt das Recht haben, daselbe zu behalten, zu verschenken, zu vertauschen und in allen Punkten die freie und unumschränkteste Verfügungsgewalt haben, damit zu machen, was ihr wollt. Wenn aber künftig einer, was ich allerdings durchaus nicht glaube — und das übrige (wie oben) — bis: ... er erstatte das Doppelte jenes Betrages, den ich von euch erhalten habe, und das, was er vorbringt, sei dennoch für die Beurteilung hinfällig. Dieser gegenwärtige Verkauf soll vielmehr auf Grund vorliegender vertraglicher Obereinkunft fest und beständig verbleiben. Geschehen im Kloster La.w(esham = Lorsch) am 30. Juli (780). Handzeichen des Gerold, der diesen Verkauf durchgeführt hat. Ich, Ruodolf, habe auf Antrag hin diesen Verkaufsvertrag geschrieben.
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