URKUNDE 2257 (20. Januar 801 — Reg. 2716) Schenkung des Eberwin in der gleichen Gemarkung unter König Karl und Abt Richbodo In Christi Namen, am 20. Januar, im 33. Jahr (801) des Königs Karl, machen wir, Eberwin und Einold, eine Schenkung zum Seelenheil des Ruding und der Rotburg. Wir wenden sie dem heiligen Märtyrer 'N(azarMS) zu, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, in dem der ehrwürdige Richbodo der leitende Abt ist. Wir schenken in pago Creichgowe (im Kraichgau), und zwar in der Gemarkung Ostrincheim (Ostringen nö. Bruchsal) zwei Selhuben (große Eigenhuben) und neun andere Hüben, ferner in Munigoldesheim (Mingolsheim nö. Bruchsal) eine Hube. Zu diesen Hüben gehören Hofreiten, Gewässer, Wohnhäuser, Wirtschaftsbauten und 36 Leibeigene mit all ihrem Besitztum, In gleicher Weise geben wir in pago Lobedunensi (im Ladengau), und zwar Granesheim (Grenzhof w. Heidelberg) eine Seihube und sieben andere Hüben; in der Huser Gemarkung (Neckarhausen nw. Heidelberg) zwei Hüben; in Wibelingen (Heidelberg-Wieblingen) eine Hube und zwei Weingärten. Wir schenken weiter in 87 Blankenstat (Plankstadt w. Heidelberg) drei Hofreiten und den zu denselben gehörigen Wald; in Nuzloha (Nußloch s. Heidelberg) eine Hube und einen Weinberg; in Botresheim (Wüstung w. Ladenburg/Nk. ö. Mannheim) alles das, was Egisher dort erworben hat; in der Rorbacher marca (Gemarkung Heidelberg-Rohrbach) zwei Weingärten; in Bergheim (Heidelberg-Bergheim) einen Weinberg. Dazu gehören 40 Leibeigene mit allem, was sie haben. Endlich übereignen wir in ähnlicher Weise in pago spirensi (im Speyergau), und zwar in Muterstat (Mutterstadt sw. Ludwigshafen/R.) zwei Hüben und in Mutach Ludwigshafen-Maudach) eine Seihube und andere (Hüben) und 13 Leibeigene mit allem, was sie haben. Geschlossen und gefertigt. Geschehen in monasterio \iM(isha-mensi = im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.
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