Urkunde 221 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 221 (27. Juni 779 — Reg. 1536) Schenkung des Priesters Altram in Alsbadi, erfolgt im II. Regierungsjahre unseres Herrn, Karls des Großen, des ruhmreichsten Kaisers (richtig: Königs), unter Abt Helmerich In Christi Namen mache ich, der Priester Altram, zum Heile meiner Seele und aus Liebe zum Hl. Nazarius eine Schenkung an sein Kloster, welches 'La.ur(eshclm = Lorsch) genannt wird. In demselben ruht der hochgeschätzte Leib des Märtyrers und strahlt in außerordentlicher Weise im Glänze seiner Wunder und Zeichen. Ich will, daß meine Schenkung von ewiger Dauer sei. Meine Gabe ist das, was mir Herr Helmeridi, der Abt, und seine Mönche im Ort Altdolfesbach (Alsbach a. d. Bergstr. s. Darmstadt) zu Lehen gegeben haben. Alles das, was in meiner Macht steht, in dem anliegenden Walde zu erarbeiten, zu roden, zu bauen oder zu beschaffen, sei es Groß- oder Kleinvieh, seien es männliche oder weibliche Leibeigene, seien es bewegliche oder unbewegliche Güter, schenke ich. Alles und in allen seinen Teilen, mit jeglichem neu aufgerichtetem Bauwerk, alles ganz und unvermindert, übergebe und übertrage ich zu ewigem Besitztum — und alles übrige (wie oben) — bis: Geschehen im Kloster 'La.ur(esham = Lorsch) am 27. Juni (779). Namenszeichen des Priesters Altram, der diese Schenkung machte. Handzeichen der (Zeugen) Graf Heimirich, Widrat, Guntram, Walram Berino, und Albrath, Zeizo. Ich, Samuel, habe auf Ersuchen (diese Urkunde) geschrieben.


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