Urkunde 216 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 216 (31. Januar 804 — Reg. 2793) Schenkung des nämlichen Zeizo und der Helmswind im gleichen Dorf, im 36. Regierungsjahre unseres Herrn Karl, des großen Kaisers, unter Abt Richbod In Christi Namen schenken wir, Zeizo und meine Gattin Helmswint, zum Seelenheile von uns und meinem Bruder Ermenfrid dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius — und das übrige (wie oben) — bis: . .. unseren Besitz in pago rinensi (im Oberrheingau), und zwar in Phungestat (Pfungstadt sw. Darmstadt), nämlich jene beiden Hüben mit Zubehör, auf denen Woifgis und Hanno ihren Wohnsitz haben, und jene Hofreite, die eine am Fluße Muotdaha (Modau) gelegene Mühle mit Mahlgang und Beutelwerk besitzt. Wir schenken auch den (leibeigenen) Müller Balduin, die Pflanzungen an beiden Ufern und jenen Weiler bei Pfungstadt, der Hasalahe (Haslach, Wüstung am Haselschlag sw. Pfungstadt) genannt wird, mit Scheunen und Stallungen, Vieh, Leinenzeug und Hausrat und alles, was zu diesem Weiler gehört, ferner 17 Leibeigene mit folgenden Namen: Willigis, Duoda, Sigihilt, Nantger, Wigbreth, Elihilt, Otbreth, seine Frau Ruotgis, Engildrud, Hilditrut, Dietergis, Erpher und Lioblint, Liobger, Erlüwm. Ruotheit, Ratger, All das schon Genannte übergeben und übertragen wir vom heutigen Tage an — und alles übrige (wie oben) — bis... er bezahle drei Unzen Gold und vier Pfund Silber. Geschehen im Kloster l^a.ur(esham = Lorsch) am 31. Januar (804). Handzeichen von Zeizo und seiner Ehefrau Helmswind, welche diese Schenkung gemacht haben. Handzeichen des Priesters Betto, des Geistlichen Gerhoh, des Sohnes des Grafen Warin. Handzeichen der (weiteren Zeugen) Adalbert, Folcher, Nandolf, Giselhelm, Buobo, Giselbert und Ripwin, Saleman, Embricho. Erbiwartd, Mithad, Ich, Donadeus, war Schreiber.


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