Urkunde 202 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 202 (12. Juni 777 — Reg. 1341) Schenkung von Reginhelm, Egino, Helphrich und lsingart in Leeheim im 9. Regierungsjahre Karls des Großen, unseres Herrn, des ruhmreichsten Kaisers (richtig: Königs), unter Abt Gundeland Wir, Reginhelm, Egino, Helphrich, lsingart und Heriloch machen gemeinsam im Namen Christi eine Stiftung zum Seelenheil derer, deren Namen folgende sind: Frudold, Gerswind Amalger, und Ruotile, Fricko. Die Stiftung sei gewidmet dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in pago rinensi (im Oberrheingau) im Kloster Lorsch ruht. Zur Schenkung gelangt unser Besitztum im Dorf 29 Leheim (Leeheim ö. Oppenheim/R.) und zwar neun Joch Ackerland, eine Hofreite und alles das, was zu jener Hofreite gehört, nämlich weitere Hofstätten, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Teiche und Bäche, alles und in allen Teilen, gänzlich und unvermindert. Wir übergeben und übertragen dies vom gegenwärtigen Tage an in der Absicht, daß es von heute an und später jener heiligen Stätte beziehungsweise den Sachwaltern derselben jederzeit zum Nutzen und zur Ertragsmehrung diene. Der Vertrag stützt sich auf Handgelöbnis. Handzeichen des Reginhelm, der diese Schenkung machte. Geschehen im Kloster Lorsch am 12. Juni (777). Handzeichen von Egino, lsingarda und Helphrich, Herilog. Ich, Grimmar, habe auf Bitte diese Schenkung schriftlich niedergelegt.


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