Urkunde 2 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 2 (um oder nach 1100 — fast gleichlautend mit Urk. 1976) (Notiz aus der Zeit um und nach 1100) Aufstellung des Besitzes unseres Klosters in Mainz Liste der Hofstätten, welche wir in Mainz sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadtmauern besitzen, und die zum sogenannten Sankt Lambert-Hot (Lorscher Hof mit der Lambertskirche im Deutschhausgäßchen) gehören: Beim St. Alban-Tor liegen 3 Hofstätten, welche insgesamt 2 Unzen und 4 Denare abwerfen. l Hofstätte neben dem Nanzenburgertor entrichtet 4 Denare, l andere an der St.Quintin-Straße 9 Denare, l weitere an derselben Straße 3 Denare. Ferner 2 Hofstätten an der genannten Straße, von denen jede 5 Denare gibt. Unmittelbar am Friedhof desselben Märtyrers liegen 2 Hofstätten, welche zusammen 12 Denare bezahlen. In der Münzergasse liegt eine Hofstätte, bezahlend 12 Denare. Neben dem Rumhardstor l Hofstätte, welche 15 Denare gibt. Eine an der Nuskelgasse führt 5 Denare ab, Zwei am Lüsebrunnen zusammen 18 Denare, Zwei neben dem Brottürchen je 4 Denare, Zwei weitere gleicherweise 20, Eine fünfte ebendort 6, die sechste 3 Denare. Und neben der Heiland-Kapelle eine mit einem Jahresertrag von 4 Denaren. Am Stockburger-Tor bezahlt eine Hofstätte 20 Denare, Ferner eine andere 8, die dritte 4. An der St. Peter-Straße l Area, bezahlend 10 Denare, Ferner eine andere 20 Denare, die dritte 10 Denare. An der Bären-Straße l Hofstätte, zinsend 7 Denare und eine andere 5 Denare. An der Schlamm-Straße entrichtet l Area 6 Denare; eine andere 8 Denare, die dritte 2, die vierte 4, die fünfte 4 Denare. In Selehoven (Seelenhofen) haben wir einen Herrenhof und 10 Hofstätten. Eine davon, vor dem genannten Herienhof liegend, führt VA Denare ab. Ferner eine andere höher gelegene 6 Denare, und die dritte) in 4 Anteile aufgeteilt, entrichtet 24 Denare. Innerhalb des Weinbaugebietes sind 4 einzelne Hofstätten, von denen jede einzelne Je l Schilling bezahlt. » "e ^ Dies aber sind die Hüben, welche in der Umgebung von Mainz liegen und zum rechtlichen Besitz des Hl. Nazarius gehören: In Lubenheim (Laubenheim südöstl. Mainz) Vi Hube und 6 Morgen. In Gunsenheim (Gonsenheim westl. Mainz) bYi Hüben. In Butenheim Bodenheim südl. Mainz) Vi Hube, welche alle zusammen 10 Schilling und 5 Denare bezahlen. Im Felde zwischen den Klöstern St. Alban (gegr. 797) und St. Victor (gegr. um 994) liegen insgesamt 5 Morgen und etwas tiefer ebenfalls 3 Morgen. im Felde zwischen den Klöstern Saneta Maria (Sancta Maria in campo, links der Straße Mainz—Hechtsheim, gegr. um 1015) und St. Victor liegen zwei einzelne Morgen. Ferner zwischen dem Marien- und Alban-Kloster insgesamt 10 Morgen und etwas weiter unten 3 Morgen. Bei Briccinheim (Bretzenheim) l Morgen.. Und in Kestriche (Kestrich, in Mainz aufgegangen) l Vi Morgen. insgesamt handelt es sich also um 45 (richtig: 46) Hofstätten mit 17 Unzen Jahreszins, 7^2 Hüben mit 10 Schilling und 5 Denaren, 31^3 Morgen und l Herrenhof mit Weinbergen.


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