Urkunde 197 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 197 (18. Juni 767? — Reg. 346) Lütfrid verkaufte dem Herrn und Abt Gundeland eine Wiese in demselben Dorf (Gemsheim) Der ehrwürdige Abt Gundeland kaufte auch im nämlichen Dorf, nämlich in Gemminisheim (Gemsheim nö. Oppenheim/R.) von einem gewissen Lütfrid eine Wiese, welche eine Länge von 69 und eine Breite von 7 Ruten hatte (ca 7 x 70 •=-1:10). Sie stößt auf einer Seite an die Wiese des Friduwin. Als Entgelt erhielt vorgenannter Lütfrid vom Herrn und Abt Gundeland den Betrag von zwei Schilling. Den Mehrwert (der Wiese) schenkte Lütfrid zum Heile seiner Seele dem Hl. Nazarius. Wenn jemand gegen diesen Verkauf beziehungsweise gegen diese Schenkung, die von beiden Seiten gesetzlich einwandfrei durchgeführt wurde, Einwendungen machen sollte, so soll er unter Beteiligung der königlichen Kammer vier Goldenare und ein halbes Pfund Silber als Buße erlegen, und was er vorbringt, sei für eine gerichtliche Beurteilung gegenstandslos. Vielmehr soll der In Rede stehende Verkauf fest und unanfechtbar verbleiben. Geschehen im Kloster La.ur(esham = Lorsch) am 18. Juni (766—768) unter der Regierung des rühmlichst bekannten Königs Pippin.


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