Urkunde 192 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 192 (17. April 793 — Reg. 2430) Schenkung der Burad, der Gottgeweihten, in Oberlochheim im 25. Regierungsjahre Karls des Großen, unseres Herrschers und Kaisers (richtig: Königs), unter Abt Richbod In Christi Namen mache ich, die gottgeweihte Burath, eine fromme Stiftung zu meinem und meines Bruders Raathard Seelenheil. Sie gelte dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Kloster Lauresham (Lorsch) ruht. Zur Schenkung gelangen in pago rinensi (im Oberrheingau), in Locheim (Wüstung Lochheim/R, so. Oppenheim) eine Hofreite und alles, was dazugehört, nämlich Ländereien, Wiesen, Felder, Weiden, Wege, Wälder, stehende und fließende Gewässer und zwei hörige Männer namens Gundwin mit seiner Ehefrau Gebehilt und dessen Bruder Eberhart und deren eigens Hab und Gut. Auch alles übrige, was in jener Gemarkung mein anerkanntes Eigentum war, übergebe und übertrage ich im Namen Gottes in unberührter Gesamtheit vom heutigen Tage an aus meinem Besitzrecht in das Herrenrecht des Hl. Nazarius als dauerndes Eigentum — und so weiter alles übrige wie oben — bis: so bezahle er als Buße unter gleichzeitiger Berufung auf die königliche Kammer an die Vermögensverwaltung des Hl. Nazarius zwei Unzen Gold und vier Pfund Silber — und so weiter — bis: Geschehen im Kloster Lauresham (Lorsch) am 17. April (793). Handzeichen der Burad, welche diese Schenkung machte. Handzeichen von Lütger, Wigehram Regihhard und (Reginhard?) Ruotgozo. Ich, Samuel, Priester und Mönch, habe auf Wunsch diese Niederschrift gefertigt.


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