Urkunde 1880 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1880 (1. Juli 784 — Reg. 1926) Schenkung des Gerold in Eich unter König Karl In Christi Namen, am l. Juli im 16. Jahr (784) des Königs Karl, bringen wir, Gerold und meine Ehefrau lmrna, eine Opfergabe dar. Wir entrichten sie dem Hl. 'N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das vom ehrwürdigen Abt Richbodo verwaltet wird. Wir schenken alles, was wir in pago wormat(^cn« == im Wormsgau) besitzen, und zwar in Eichinen (Eich n. WormsIR.), Mettenheim (n. WormsIR.), Ostowa (Osthofen nw. Worms), nämlich Hofreiten, Felder, Wege und Stege, Weinberge und Leibeigene. In ähnlicher Weise übergeben wir in Lobedengowe (im Ladengau), in Bercheim (Heidelberg-Bergheim), Trutolfesheim (Wüstung bei Plankstadt) und Blanchenstaat (Plankstadt w. Heidelberg) unsere Hofreiten, Felder, Äcker, Wege Weinberge, Wälder, Gewässer und überhaupt alles, was wir haben. Auch im Angalachgowe (Angelgau) machen wir Schenkungen, und zwar in Mulnen (Mühlheim; Wüstung um Wiesloch s. Heidelberg), ferner im Greichgowe (Kraichgau), zu Mentzingen (Menzingen o. Bruchsal nö. Karlsruhe) und in Awinesheim (Owisheim; 0.-, U.-: nö. Bruchsal), dann in Hufgowe (Ufgau), und zwar in Sicchenheim (Sickingen nö. Breiten ö. Karlsruhe), Heidolfesheim (Heidelsheim so. Bruchsal), Hepphenheim (Heggenstein; Eggenstein n. Karlsruhe), Hiutenheim (Huttenheim s. Philippsburg s. SpeyerlR.), Reginesheim (Rheinsheim s. Philippsburg), Helmolfesheim (Helmsheim so. Bruchsal) und in Ruchesheim (Rußheim s. Philippsburg). Wir geben alles dahin, was wir in diesen obengenannten Ortschaften besitzen. Die Schenkung ist damit in Rechtskraft erwachsen. Geschehen in monasterio ].a.urish(amensi == im Lorscher Kloster). Zeit wie oben. 333


Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de